Der Wertermittlungsstichtag ist der Zeitpunkt, auf den sich die Wertermittlung bezieht (geregelt in § 3 ImmoWertV (1)). Weiter wird in § 3 ImmoWertV (2) ausgeführt, dass sich die allgemeinen Wertverhältnisse auf dem Grund­stücksmarkt nach der Gesamtheit der am Stichtag für die Preisbildung von Grundstücken im gewöhnlichen Geschäftsverkehr maßgebenden Umstände bestimmen. Zu diesen Umständen zählen beispielsweise die allgemeine Wirt­schaftslage, die Verhältnisse am Kapitalmarkt sowie die wirtschaft­lichen und demographischen Entwicklungen. Wichtig ist die Differenzierung gegenüber dem Qualitätsstichtag, der sich ausschließlich auf die Eigenschaften und den Zustand des Bewertungsobjektes bezieht. Wirtschaftliche Aspekte bleiben beim Qualitätsstichtag zunächst außen vor. Beim Wertermittlungsstichtag bleiben dagegen die Zustandsmerkmale unberücksichtigt. Qualitätsstichtag und Wertermittlungsstichtag fallen in der Regel für gewöhnlich zusammen, es sei denn, dass aus rechtlichen oder sonstigen Gründen der Zustand des Grundstücks zu einem anderen Zeitpunkt maßgebend ist.

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