Als “Bauland” bzw. gemäß ImmoWertV als “Baureifes Land” bezeichnet man Grundstückflächen, die bebaut werden dürfen. Das heißt, die öffentlich-rechtlichen Vorschriften lassen eine Bebauung zu (in der Regel nach dem Baugesetzbuch BauGB §§ 30, 33, 34 und 35).

Man muss hier allerdings trotzdem unterscheiden: Der Begriff “Bauland” stammt aus dem Baurecht (siehe Baugesetzbuch), der Begriff  “Baureifes Land” stammt hingegen aus der Verkehrswertermittlung (siehe ImmoWertV). Es kann Fälle geben, in denen ein Grundstück gemäß BauGB zwar als Bauland ausgewiesen ist, bewertungsrechtlich jedoch nicht als Baureifes Land klassifiziert werden kann, weil das betreffende Grundstück beispielsweise wegen eines ungünstigen Grundstückszuschnitts oder zu kleiner Fläche realistisch betrachtet gar nicht baulich nutzbar ist.

Bauerwartungsland hingegen kann (noch) nicht bebaut werden. In der Regel wird aber für die betreffenden Flächen eine bauliche Nutzung in der Zukunft aufgrund des Flächennutzungsplanes oder aufgrund entsprechender Bestrebungen der Kommune erwartet. Ob die damit verbundenen und erforderlichen städtebaulichen Planungen letztendlich zur Bebaubarkeit führen, ist in diesem Stadium der Entwicklung noch völlig ungewiss.