Die Flächen werden in der Regel an­hand vorliegender Bauzeich­nungen in einer für die Wertermittlung aus­reichenden Genauigkeit in Anleh­nung an die Zweite Be­rech­nungsver­ordnung, die Wohnflächen­verordnung 2004 bzw. die DIN 283, Teil 2 (im Au­gust 1983 ersatzlos zurückge­zogen, jedoch noch weitver­breitet angewendet) ermittelt.

Sofern es sich um Rohbau­maße handelt, wird ein Putzab­schlag von 3% berück­sichtigt. Flächen im Außenbe­reich, wie z.B. überdachte Freisitze im Garten oder Gartenterrassen, werden bei der Wertermittlung nicht be­rück­sichtigt. Bal­kon­flächen können, falls nicht anders angegeben, je nach Wohnwert bis zu ¼ bzw. ½ erfasst werden. Flächen unter Dachschrägen werden nur anteilig ange­rechnet; wenn nichts anderes angegeben wird, zählen Flächen mit lichter Höhe zwischen 1 m und 2 m zur Hälfte. Flächen unter 1 m lichter Höhe zählen nicht mehr zur wohnlich nutzbaren Fläche. Geringfügige Abweichungen zu eventuell vorhandenen Wohnflächenbe­rechnungen können im Übrigen auch durch Auf- oder Abrundungen ent­stehen. Die bei der Bewertung ermittelte wohnlich nutzbare Fläche stellt keine Wohn­flächenberechnung im mietrechtlichen Sinne des BGB dar.

Weiterhin ist zu beachten: Oftmals gibt es Ab­wei­chungen zwischen dem Planbestand (Bauakten der Bauordnungs­be­hörde) und den örtlichen Gegebenheiten bestehen. Sofern sich dadurch keine wesentlich wertbeeinflussenden Aspekte herausstellen, wird bei der Wertermittlung in der Regel nicht im Detail darauf eingegangen.