Der Vergleichswert ist nach § 15 Immo­WertV als Durchschnittswert aus tatsäch­lich erzielten Kaufpreisen ver­gleichbarer Objekte anzusehen. Dem Ergebnis des Ver­gleichs­wert­verfahrens kann daher der größte Bezug zum aktuellen Marktgeschehen zuerkannt wer­den. Das Vergleichswertverfahren wird daher oft als “Königsverfahren” bezeichnet. Sofern möglich, soll dieses Verfahren immer bevorzugt angewendet werden.

Das Vergleichswertverfahren kann jedoch nur dann zur Bewertung herangezogen werden, wenn genügend Kaufpreise von vergleichbaren Objekten vorliegen. Eine gute Vergleichsdatenbasis ist für gewöhnlich für Eigentumswohnungen (insbesondere in größeren, älteren Wohnanlagen) und für Häuser in Reihenhaussiedlungen vorhanden. Freistehende Einfamilienhäuser oder Gewerbeobjekte sind häufig so individuell gestaltet, dass nur selten hinreichend übereinstimmende Kaufobjekte recherchiert werden können.