Als Modernisierung gelten Maßnahmen zur Erhöhung des Gebrauchswertes eines Objektes, z.B. Erneuerung von Bädern. Bei Moder­nisierungs­rückständen han­delt es sich demnach überwiegend um disponible Rückstände, die für die Ge­währleistung der weiteren Nut­zung nicht zwingend (sofort) beseitigt werden müssen. Es erfolgt in der Wert­ermittlung keine Berücksichtigung des vollen Kosten­an­satzes.

Als Instandhaltungen /Instandsetzungen (Reparaturen) gelten hingegen Maß­nah­men zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung des bestimmungsge­mäßen Gebrauchs eines Objektes. Es handelt sich dabei in der Regel um nicht dis­ponible oder nur ein­geschränkt disponible Maßnahmen, die für die Ge­währleistung der weiteren Nutzung in ab­sehbarer Zeit durchzuführen sind. Die Kosten sind je nach Dringlichkeit an­nähernd in voller Höhe für die Bemessung der entsprechenden Wertminderung zu berücksichtigen.

Es kommt allerdings gerade bei älteren Häusern oft zu Über­schnei­dungen von Instandhaltungen /Instandsetzungen (Repara­turen) mit Moderni­sierungen. Derartige Maßnahmen werden dann üb­li­cherweise als Sanierung bezeichnet.

 

Zusammenfassung Begriffsklärung für Beschreibungen der Rückstände:

disponibel = im Sinne der Wertermittlung für die Gewährleistung der weiteren Nutzung nicht sofort erforderliche Beseitigung, gilt vorrangig für Modernisierungen

nicht disponibel = im Sinne der Wertermittlung für die Gewährleistung der weiteren Nutzung sofort erforderliche Beseitigung

eingeschränkt disponibel = im Sinne der Wertermittlung für die Gewährleistung der weiteren Nutzung in absehbarer Zukunft erforderliche Beseitigung

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