Aus dem Wort „Grund“ und „Dienstbarkeit“ ergibt sich, dass mit Grunddienstbarkeiten Lasten, Beschränkungen oder Rechte bezeichnet werden, die sich auf ganz bestimmte Grundstücke beziehen – nicht etwa auf die Grundstückseigentümer!

In der Regel gibt es ein herrschendes Grundstück und ein dienendes Grundstück. Dabei stellen Grunddienstbarkeiten für das dienende Grundstück für gewöhnlich einen Nachteil dar, für das herrschende Grundstück in der Regel einen Vorteil.

Als typische Beispiele wären hier zu nennen:

  • Wegerecht
  • Leitungsrecht

Die Grunddienstbarkeiten werden in Abteilung II des Grundbuchs des dienenden Grundstücks vermerkt. Für das herrschende Grundstück sind die begünstigenden Rechte normalerweise im Bestandsverzeichnis einzutragen, was allerdings (leider) nicht immer konsequent erfolgt. Sollten im Bestandsverzeichnis keine begünstigenden Rechte zu finden sein, heißt dies somit nicht in jedem Fall zwangsläufig, dass keine Rechte bestehen. Sofern Indizien auf eventuelle begünstigende Rechte vorliegen, ist gegebenenfalls die Grundakte beim Grundbuchamt einzusehen.

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