Als wirtschaftliche Gesamtnutzungsdauer GND bezeichnet man die theo­retisch durchschnittlich mögliche wirtschaftliche Nutzungsdauer eines Ge­bäudes.

Wesentlich für die Bemessung der Gesamtnutzungsdauer ist zwar die Be­ur­teilung der Bauart, der Bauweise, der verwendeten Baumaterialien und des Ausbauniveaus. Die tat­sächlich zu erwartende Ge­samtnutzungsdauer von baulichen An­lagen kann jedoch nicht voraus­ge­sagt werden. Ent­schei­dend ist auch die Art der (wirtschaftlichen) Nutzung, die sich im Laufe der Jahre durchaus ändern kann. Bei der Gesamt­nutzungsdauer handelt es sich so­mit genau­ge­nommen nur um eine modell-the­oretische Größe im Rah­men des je­wei­li­gen Bewertungsverfahrens. Theoretisch könnte die Bau­substanz ei­nes (massiv errichteten) Gebäudes bei guter Instand­haltung und Instand­setzung nämlich na­hezu auf Dauer erhalten werden.

Die Beurteilung der wirtschaftlichen Gesamtnutzungsdauer hat sich im Verlauf der Jahre stark verändert. Früher wurden für Wohnhäuser üb­li­cherweise 100 Jahre angesetzt. Zukünftig werden die Lebenszyklen von Gebäuden tendenziell immer kürzer zu veranschlagen sein.

 

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