Kommt die Wertigkeit einer Immobilie vor allem durch den Ertrag zum Ausdruck, d.h. durch die erzielbare Miete, dann handelt es sich um ein so genanntes Rendite- oder auch Ertragsobjekt.

Zu den Renditeobjekten gehören insbesondere Grundstücke, die nicht vorrangig der eigenen (Wohn-) Nutzung dienen, zum Beispiel Mehrfa­milienhäuser bzw. typische Mietwohnhäuser, Gewerbeobjekte, gemischt genutzte Grundstücke.

Hier wird bei der Wertermittlung in der Regel das allgemeine Ertragswertverfahren nach ImmoWertV § 17 (2) Pkt. 1 angewendet. Dieses ist wie folgt aufgebaut:

Rohertrag
–  Bewirtschaftungskosten
= Reinertrag
–  Bodenwertverzinsung
= Reinertrag bauliche Anlagen (Gebäude)
x Kapitalisierungsfaktor (auch Barwertfaktor genannt)
= Gebäudeertragswert
+ Bodenwert

= vorläufiger Ertragswert