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Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) bremst Darlehensvergabe

Montag August 15, 2016

 

Seit dem 21. März 2016 ist die Wohnimmobilienkreditrichtlinie in Kraft. Das Hauptziel, nämlich einer Immobilienblase wie 2008 in den USA und danach in Spanien vorzubeugen sowie Verbraucher vor Überschuldung zu bewahren, erweist sich bereits jetzt als großes Hemmnis für die Darlehensvergabe. So sind beispielsweise - unabhängig vom Antragsteller - kurzfristige Kreditentscheidung aufgrund des Umfangs der Bürokratie (erheblich gestiegene Anforderungen an das gesamte Kreditantragsverfahren) nicht mehr möglich. Aber auch die geforderte Überprüfung der Zahlungsfähigkeit der Darlehensnehmer verlangsamt oder verhindert sogar die Darlehensgewährung. Im Sinne des Verbraucherschutzes muss die Bank die persönliche und finanzielle Situation streng dahingehend ausloten, ob der Kunde sich das Darlehen überhaupt leisten kann. Zunächst nicht verkehrt! Aber die Anforderungen sind so hoch, dass selbst Gutverdiener oder vermögende Kunden nicht auf eine Kreditvergabe vertrauen können. Die Kreditvergabe einiger Banken soll bereits massiv eingebrochen sein, so laut Angabe der ImmobilienZeitung IZ 29/2016 z.B. der Sparda-Banken. Es gibt laut Angabe IZ einige Banken, die sich wegen des großen Aufwands, der Angst vor Regress und sinkenden Marken mit Rückzugsgedanken aus der Immobilienfinanzierung tragen sollen.

Bonn hat wieder einen Mietspiegel

Montag Juli 18, 2016

In seiner Sitzung am 30. Juni hat der Bonner Stadtrat den neuen qualifizierten Mietspiegel 2016 für die Bundesstadt Bonn beschlossen. Herausgeber des Mietspiegels sind der Mieterbund Bonn/Rhein-Sieg/Ahr, der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Bonn/Rhein-Sieg, der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Bad Godesberg sowie die Stadt Bonn.

 

http://www.bonn.de/@mietspiegel

Aktueller Mietspiegel Bonn wird gerichtlich nicht mehr anerkannt

Dienstag Januar 12, 2016

In einem aktuellen Gerichtsverfahren hat das Bonner Amtsgericht den derzeitigen Bonner Mietspiegel, erstellt 2011 und überarbeitet 2013, nicht anerkannt. Die Datenerhebung im Jahre 2013 sei nicht ausreichend repräsentativ gewesen. Der Mietspiegel sei nicht qualifiziert. Es muss nunmehr ein neuer (qualifizierter) Mietspiegel erstellt werden.

Amtsgericht Bonn, Aktenzeichen 203 C 79/14

BGH: Tatsächliche Wohnungsgröße bei Mieterhöhungen maßgeblich

Freitag November 20, 2015

Mieterhöhungsverlangen müssen sich gemäß BGH-Urteil vom 18. November 2015 (VIII ZR 266/14) künftig immer an der tatsächlichen (und nicht an der im Mietvertrag vereinbarten) Wohnungsgröße orientieren. Dies gilt entgegen der bisherigen Rechtsprechung auch dann, wenn die Abweichung der Wohnungsgröße unter zehn Prozent liegt. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass Mieter nun zu Mietminderungen berechtigt sind, wenn die vereinbarte von der tatsächlichen Fläche abweicht.

Der BGH stellte fest, dass bei einer geforderten Mieterhöhung die Kappungsgrenze stets eingehalten werden muss, auch wenn die Wohnung sehr viel größer, aber auch kleiner, ist als im Vertrag vereinbart.


Ausgaben für Schornsteinfeger wieder in vollem Umfang steuerbegünstigt

Freitag November 20, 2015

Bislang fielen nur Schornstein-Kehrarbeiten sowie Reparatur- und Wartungsarbeiten unter die Steuerbegünstigung. In Zukunft können auch Messarbeiten von der Steuer abgesetzt werden. Das Bundesfinanzministerium folgt damit einem Gerichtsurteil des Bundesfinanzhofs: Künftig können Steuerzahler wieder alle Kosten absetzen.

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Steuern/2015-11-11-schornsteinfeger.html

Mietpreisbremse gilt seit 01. Juli 2015 auch in Bonn

Dienstag Juli 7, 2015
Das Kabinett hat beschlossen, dass die Mietpreisbremse für Neuvermietungen in 22 nordrhein-westfälischen Städten - u.a. auch in Bonn, Troisdorf, Siegburg, St. Augustin - gelten soll. Nach der ab dem 1. Juli 2015 geltenden Verordnung darf in den betroffenen Städten bei der Wiedervermietung von Bestandswohnungen die zulässige Miete höchstens auf das Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete zuzüglich zehn Prozent angehoben werden.